
Bei der privaten Vermögensanlage spielen die Kosten eine wichtige Rolle. Ohne Wettbewerbsvergleich sind unverhandelte Vermögensverwaltungskosten von insgesamt rund 1.5% bis 3% des investierten Vermögens pro Jahr keine Seltenheit.
Erzielen Sie beispielsweise mit Ihrem Wertschriftendepot eine Rendite von 5% vor Kosten, verbleibt nach Abzug der Vermögensverwaltungskosten je nach Anbieter nur noch eine Nettorendite von rund 2% bis 4%. Dabei sind die Steuern auf Kapitalerträge noch nicht berücksichtigt. Ein Vergleich verschiedener Anbieter lohnt sich deutlich: tiefer ausfallen können die Kosten je nach Anlageprodukt. Bereits geringe Kostenunterschiede können sich durch den Zinseszinseffekt über viele Jahre zu erheblichen Vermögensunterschieden summieren.

Wie bei jedem wichtigen Kauf lohnt es sich auch in der Vermögensverwaltung, Angebote zu vergleichen. Wer Offerten verschiedener Anbieter prüft, kann die Konditionen oft deutlich verbessern. Ohne Vergleich oder Verhandlung sind Gesamtkosten von 1.5% bis 3% des investierten Vermögens pro Jahr bei Vermögensverwaltungs- und Beratungsmandaten keine Seltenheit.
Wenn Sie die Grundsätze von Transparenz und Wettbewerb berücksichtigen und mehrere Angebote vergleichen, finden Sie bereits für ein Anlagevermögen von CHF 50’000 Vermögensverwaltungslösungen mit Kosten von weniger als 0.5% pro Jahr. Solche Kostenunterschiede können über viele Jahre hinweg einen erheblichen Einfluss auf Ihren Vermögensaufbau und Ihren finanziellen Spielraum im Ruhestand haben.
Schon geringe Unterschiede bei den jährlichen Vermögensverwaltungskosten können die langfristige Vermögensentwicklung erheblich beeinflussen. Über die Jahre summieren sich selbst kleine Kostenunterschiede zu beträchtlichen Differenzen im Anlageergebnis.
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Welche Kosten fallen bei einer Vermögensanlage an?
Die häufig genannten Vermögensverwaltungskosten von 1.5% bis 3% pro Jahr beziehen sich auf die laufenden, jährlich wiederkehrenden Kosten. Dazu gehören das Vermögensverwaltungs- oder Beratungshonorar (marktüblich und unverhandelt zwischen 0.5% und 1.5%), Depotgebühren, sowie die Kosten der eingesetzten Anlageprodukte, beispielsweise Anlagefonds oder strukturierte Produkte.
Bei Anlagefonds finden Sie diese Kosten im Fondsfaktenblatt meist unter der Bezeichnung «Total Expense Ratio» (TER). Bei strukturierten Produkten werden sie häufig als «Ongoing Charges» im Basisinformationsblatt ausgewiesen.
Wenn Sie die laufenden Kosten Ihres Wertschriftendepots selbst abschätzen möchten, addieren Sie das Vermögensverwaltungs- oder Beratungshonorar, die Depotgebühren sowie die Kosten der einzelnen Anlageprodukte. Die entsprechenden Informationen finden Sie in den Unterlagen Ihrer Bank (Depotreglement oder AGB) sowie in den Produktinformationen der eingesetzten Anlagen (TER oder Ongoing Charges). Die einzelnen Anlageprodukte sind in Ihrem Depotverzeichnis aufgeführt.
Mit dieser Berechnung erfassen Sie zwar einen wesentlichen Teil der Kosten Ihrer Vermögensanlage. Nicht berücksichtigt sind jedoch weitere Bestandteile wie Transaktionsgebühren, Transaktionssteuern bei Wertschriftenkäufen und -verkäufen sowie die Steuern auf Kapitalerträgen.